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Bücherwelten

Eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher! Wer könnte sie poetischer formulieren als Jean Paul, der unermüdliche Sprachschöpfer, von dem Arno Schmidt sagte: „einer unserer Großen (…), einer von den zwanzig, für die ich mich mit der ganzen Welt prügeln würde“. Und wie könnte eine solche Liebeserklärung authentischer zum Ausdruck kommen als auf handgeschöpftem Büttenpapier, das mit traditionellen Bleilettern einer Handpresse bedruckt wird.

Johannes Follmer von der Papiermanufaktur Homburg, Papiermacher in fünfter Generation, hat die Bögen von Hand aus hundertprozentiger Baumwolle geschöpft. Er hat sie neutral geleimt, gepresst, pigmentecht gefärbt und mit einer zarten Effektmelierung versehen. Mit seiner feinrauen Oberfläche weist dieses exklusiv hergestellte luftgetrocknete Papier höchste Alterungsbeständigkeit auf.

Klaus Raasch, Grafiker, Drucker und Verleger zahlreicher Künstlerbücher mit Originalgrafiken, betont durch seine zurückhaltend elegante Gestaltung die überzeitliche Gültigkeit der Worte Jean Pauls. Er, der im traditionellen Buchdruck ebenso zu Hause ist wie in der Welt der digitalen Fotografie und gemeinsam mit Artur Dieckhoff seit 1984 die berühmte Buchdruckwerkstatt „Schwarze Kunst“ betreibt, hat dafür eine (Schrift) gewählt. Bedruckt wurden die Bögen mit einer grün-silbrigen xx-Farbe auf einer xx-Druckmaschine.

Bücherwelten, Handpressendruck auf handgeschöpftem Büttenpapier, 30 x 40 cm, Bestell-Nr. JFKR01, Preis 25,-

 

Poster_Von_Drachen_und_PrinzessinnenVon Drachen und Prinzessinnen

Wussten Sie, dass Rainer Maria Rilkes Briefwerk sein dichterisches Schaffen an Umfang bei weitem übertrifft? Auch an Ausdruckskraft und sprachlicher Schönheit steht es seinen schriftstellerischen Arbeiten in nichts nach. Zu den Schätzen seiner Korrespondenz gehören die „Briefe an einen jungen Dichter“, die Rilke Anfang des 20. Jahrhunderts an den Schriftsteller Franz Xaver Kappus schrieb. Dieser, ein zu dem Zeitpunkt noch zwischen Kunst und Militär schwankender junger Offizier, hatte sich ratsuchend an Rilke gewandt, unsicher, welche Laufbahn er einschlagen sollte. Mit großem Verständnis geht der etwas ältere Rilke auf die Nöte seines Briefpartners ein und beginnt dabei, Grundfragen des Lebens und des Künstlerdaseins zu erörtern.

Gestaltet hat Rilkes einfühlsame Betrachtung der Illustrator Malte Knaack. Seine Arbeiten für die Financial Times Deutschland wurden mit zahlreichen Awards of Excellence der Society of News Design und der European Newspaper Awards ausgezeichnet.

Erfrischend modern, dabei fröhlich verspielt und doch mit tiefem Verständnis für den gedanklichen Gehalt hat er die Worte Rilkes umgesetzt. Als Schrift hat er eine Bernhard Antiqua gewählt, die der Typograf Lucien Bernhard, ein Zeitgenosse Rilkes, 1912 entworfen hat. Indem er den Text als Schablone über seine Illustration legt, fordert er den Betrachter auf, genau hinzusehen – und entspricht damit der Intention Rilkes, die vermeintlich dunklen Seiten des Lebens aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten.

Von Drachen und Prinzessinnen, Poster, 84 x 29,7 cm, Bestell-Nr. MAKN01, Preis 45,-